Digitalisierung als Chance zur Gestaltung der Arbeitswelt

Enterprise Workspace Summit 2019 – Keynote-Speaker der Woche

„Noch nie waren wir so nah dran an derart umwälzenden Veränderungen und nahezu grenzenlosen Möglichkeiten, die sich momentan durch die Digitalisierung, neue Technologien und künstliche Intelligenz eröffnen“, sagt der 2012 vom Land Baden-Württemberg als »Übermorgenmacher« ausgezeichnete Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer. Klar, dass Bauer mit diesem Titel und diesen Thesen wie geschaffen ist für einen Vortrag auf dem Enterprise Workspace Summit.

Seit über 20 Jahren forscht Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer an der Fragestellung, wie wir Arbeit so gestalten können, dass uns Prozesse, Räume und Technik optimal unterstützen und so eine qualitätsvolle Arbeit ermöglichen. Damit darf der geschäftsführende Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart und Vorsitzender des Fraunhofer-Verbunds Innovationsforschung, der auch Technologiebeauftragter des Landes Baden-Württemberg ist und noch zahlreiche weitere wissenschaftliche Positionen und Funktionen ausfüllt, auf dem Enterprise Workspace Summit natürlich nicht fehlen.

Als Institutsleiter führt Professor Bauer eine Forschungsorganisation mit etwa 650 Mitarbeitern. Er verantwortet dabei Forschungs- und Umsetzungsprojekte in den Bereichen Innovationsforschung, Technologiemanagement, Leben und Arbeiten in der Zukunft und Smarter Cities. Als Mitglied in verschiedenen Gremien berät er Politik und Wirtschaft. Professor Bauer ist Autor von mehr als 400 wissenschaftlichen und technischen Veröffentlichungen – und ein höchst unterhaltsamer Redner!

Bereits auf den vergangenen Summits hat Bauer die Zuhörer mit seiner Expertise rund um den Arbeitsplatz der Zukunft und die fortschreitende Mobilität in seinen Bann gezogen. Denn, so Bauer, „unsere Arbeitswelt befindet sich an der Schwelle in eine neue Ära: Die Digitalisierung und insbesondere der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz und kognitiver Systeme führen zur einer neuen Arbeitsteilung zwischen Menschen und Maschinen, zur Beschleunigung von Prozessen und zu neuen intelligenten Arbeitsumgebungen. Getrieben werden diese Entwicklungen durch digital sozialisierte Menschen wie auch den Drang zu weiteren Produktivitätssteigerungen. Die Einführung und Nutzung kognitiver und digitaler Systeme geht einher mit einer zunehmenden Flexibilisierung und Agilisierung von Innovations- und Kollaborationsprozessen sowie der Kompetenzentwicklung der Mitarbeitenden. Vor uns liegt eine spannende Zeit mit vielen neuen Perspektiven für eine gute Arbeitswelt und zugleich auch Herausforderungen für die Gestaltung einer neuen Arbeitsethik.“

Und das Beste: wie auch in den letzten Jahren wird Bauer nicht nur im Rahmen seines Keynote-Vortrags die Zukunft der Arbeitswelt greifbar machen, sondern auch wieder einen Thinktank zum Thema „wie Digitalisierung und kognitive Systeme unsere Arbeitswelt verändern“ moderieren. Gelegenheit also, mit Prof. Bauer auch mal persönlich ins Gespräch zu kommen und die eigenen Fragen rund um die Workspace-Konzepte der Zukunft in den großen Gesamtkontext einzubetten.

Denn Digitalisierung und KI bieten enorme Chancen und Möglichkeiten: langweilige und fehlerträchtige Routineaufgaben können an Maschinen delegiert werden, sodass für die Menschen mehr Zeit für kreative und innovative Aufgaben bleibt, so Bauer im Fraunhofer-IAO-Blog. Zudem können „Roboter dem Menschen körperlich belastende Tätigkeiten abnehmen. Im Pflegebereich eröffnen sich Chancen, die ‚Turnschuhlogistik‘ von Servicerobotern erledigen zu lassen, damit Pflegekräfte sich wieder mehr um Menschen kümmern können. Intelligente Umgebungen können Menschen individuell unterstützen, indem sie je nach anstehender Tätigkeit die Raumakustik, Umgebungstemperatur oder Lichtstimmung passend einstellen“, fasst Bauer die Vorteile von Digitalisierung und KI zusammen. Angst müsse daher niemand haben, wenngleich auch Bauer einräumt, dass durch die massiven Umwälzungen unserer Zeit wohl niedrig qualifizierte Tätigkeiten für Menschen eher wegfallen werden. So muss das Thema insgesamt wohl dann auch Impulsgeber für eine stärkere Konzentration auf den Bildungssektor sein.

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